Lexware Office ruft die Umsätze und Salden der meisten Bank- bzw. Girokonten über die XS2A-Schnittstelle der Bank ab.
Für die XS2A-Schnittstelle gelten oftmals andere Regeln als im Online-Banking der Bank, was zu Fehlermeldungen führen kann. Auf einige Besonderheiten möchten wir Sie in diesem Artikel hinweisen.
Länge des Passworts:
Eventuell gibt Ihre Bank auf der Webseite an, dass ein Passwort bis zu 38 Zeichen oder mehr umfassen darf. Diese Regel gilt für Ihren Zugang ins Online-Banking, jedoch nicht zwingend für die XS2A-Schnittstelle, über die Lexware Office den Abruf von Salden und Einzelumsätzen vornimmt.
💡 Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Passwort die Anzahl von 30 Zeichen nicht überschreitet, denn i.d.R. werden seitens der Bank nicht mehr als 30 Zeichen über die XS2A-Schnittstelle erlaubt.
Sonderzeichen in den Zugangsdaten:
Banken ermöglichen eine Vielzahl von Sonderzeichen in den Zugangsdaten. Auch diese Angabe bezieht sich ausschließlich auf Ihr Login im Online-Banking der Bank.
Beim Verbindungsaufbau über die XS2A-Schnittstelle hingegen müssen Sonderzeichen speziell encodiert werden, was bei manchen Zeichen (wie z.B. dem Prozentzeichen %) dazu führt, dass dieses nicht korrekt bei der Bank ankommt. Sie erhalten dann in Lexware Office eine Fehlermeldung wie z.B. "Anmeldename oder PIN falsch".
💡 Vermeiden Sie das %-Sonderzeichen in Ihren Zugangsdaten.
Sichere Passwörter und Zugangsdaten:
Mit den o.g. Hinweisen möchten wir auf Fallstricke aufmerksam machen, die sich bei der Anbindung über die XS2A-Schnittstelle ergeben. Selbstverständlich soll und darf die Sicherheit Ihrer Zugangsdaten und Passwörter nicht darunter leiden.
Folgen Sie bitte stets den Empfehlungen Ihrer Bank für die Erstellung und Aufbewahrung sicherer Zugangsdaten bzw. Passwörter.
💡 Nutzen Sie einen Passwortmanager.
Warum aktualisiert sich mein Bankkonto nicht automatisch?
In Lexware Office gibt es zwei Arten der Synchronisierung, je nach Anbindung Ihres Instituts:
Automatische Aktualisierung: Konten, die direkt per API angebunden sind (z. B. Finom, Holvi, Pleo, Pliant) sowie das PayPal-Konto, werden automatisch per Push synchronisiert.
Manuelle Aktualisierung: Alle anderen anbindbaren Bankkonten müssen von Ihnen aktiv synchronisiert werden.
Der Hintergrund: Gemäß der PSD2-Richtlinie kann Ihre Bank bei jeder Synchronisation eine TAN-Abfrage fordern. Da wir nicht vorhersehen können, wann eine Bank diese Sicherheitsabfrage auslöst, würde eine automatische Synchronisierung im Hintergrund scheitern, wenn Sie die TAN nicht zeitnah eingeben können. Mehrfache unbeantwortete Abfragen könnten im schlimmsten Fall zur Sperrung Ihres Online-Bankings führen. Um dies zu verhindern, stoßen Sie den Prozess manuell an, wenn Sie bereit sind, die TAN einzugeben.
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