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Grundprinzip der Bankanbindung: Ein Online-Banking-Zugang pro Firma

Warum Lexware Office pro Firma einen eigenen Bank-Login benötigt und was technisch hinter der XS2A-Anbindung steckt.

Verfasst von Mirjam

Um Ihre Buchhaltung automatisch mit Ihren Bankumsätzen abzugleichen, benötigt Lexware Office für jede Firma einen eigenen Online-Banking-Zugang. Das Grundprinzip: Pro Lexware Office Account wird ein individueller Login für die jeweilige Firma genutzt. So sind Ihre Bankdaten klar zugeordnet und werden ohne manuelle Unterbrechungen synchronisiert.

Die Bankanbindung richten Sie in Lexware Office unter Finanzen → Konten ein.


Das Prinzip der 1:1-Anbindung

Lexware Office bildet jede Firma als rechtlich eigenständige Einheit ab. Für eine funktionierende Anbindung über die XS2A-Schnittstelle — den gesetzlichen Standard der EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 — gelten zwei Grundregeln:

  • Eigener Zugang pro Firma: Jede rechtlich eigenständige Firma benötigt einen eigenen Online-Banking-Zugang mit individueller Benutzerkennung.

  • Eindeutige Kontenzuordnung: Jedes Bankkonto sollte nur einer Firma zugeordnet sein. Das sorgt für eine saubere und nachvollziehbare Buchführung.

Kurzgefasst: Ein Lexware Office Account = Eine Firma = Ein eigener Bank-Login.


Warum scheitert die Anbindung bei geteilten Zugangsdaten?

Auch wenn es sich um unterschiedliche Bankkonten handelt: Werden diese über dieselben Online-Banking-Zugangsdaten aufgerufen, ist eine parallele Anbindung in zwei Lexware Office Accounts technisch nicht möglich.

Der Grund liegt bei Ihrer Bank und der Funktionsweise der XS2A-Schnittstelle (PSD2):

  • Consent-Token: Bei der Autorisierung vergibt Ihre Bank einen digitalen Sicherheitsschlüssel — den Consent-Token.

  • Einschränkung durch die Bank: Jede Bank stellt pro BaFin-Lizenz und Zugangsdaten-Kombination nur einen einzigen aktiven Token aus. Das ist eine regulatorische Vorgabe der Banken — keine Einschränkung durch Lexware Office. Würden Banken mehrere parallele Token erlauben, wäre eine gleichzeitige Nutzung in mehreren Accounts möglich.

  • Die Folge: Ist der Token bereits in einem Lexware Office Account aktiv, steht er für einen zweiten Account nicht mehr zur Verfügung. Das gewünschte Konto erscheint in der Kontenauswahl nicht — es ist durch den aktiven Token im ersten Account belegt.

Lösung: Fordern Sie bei Ihrer Bank für jede Firma einen separaten Online-Banking-Zugang mit eigenen Zugangsdaten an.


Ausnahme: Bankeigene API-Schnittstellen

Die XS2A-bedingten Einschränkungen betreffen alle Bankverbindungen, die über den gesetzlichen PSD2-Standard angebunden werden — das gilt für die überwiegende Mehrheit der deutschen Banken.

Einzelne Banken bilden eine Ausnahme: Holvi, Pleo, Pliant und Finom werden derzeit noch über eigene API-Schnittstellen angebunden. Hier kann es technisch möglich sein, mehrere Konten trotz identischer Zugangsdaten in unterschiedlichen Accounts anzubinden.

Wichtig zu wissen: Obwohl diese APIs flexibler erscheinen, setzen wir bei Lexware Office konsequent auf den XS2A-Standard, da dieser:

  1. Sicherer ist: Der Zugriff erfolgt über staatlich regulierte Zertifikate und bietet zuverlässigen Schutz vor Datenmissbrauch.

  2. Mehr Funktionen bietet: Nur über XS2A ist ein vollständiger Zahlungsverkehr — z.B. Überweisungen direkt aus der Software — dauerhaft gewährleistet.

  3. Zukunftssicher ist: XS2A ist der gesetzlich vorgeschriebene Standard der EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2).


Zusammenfassung

Für einen reibungslosen Betrieb empfehlen wir: Pro Firma ein eigenes Bankkonto und ein eigener Online-Banking-Zugang. So stellen Sie sicher, dass Ihre Daten sicher, getrennt und ohne manuelle Unterbrechungen synchronisiert werden.

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