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Steuerfreies Jobticket vom Arbeitgeber

So gewährst du deinen Mitarbeiter:innen einen steuerfreien Fahrtkostenzuschuss für den Arbeitsweg mit dem ÖPNV.

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Verfasst von Thorsten Huth

1. Warum und wann lohnt sich die Gewährung eines Jobtickets?

Mit einem Jobticket kannst du als Arbeitgeber:in deine Mitarbeiter:innen beim Umstieg vom Auto auf Bus oder Bahn finanziell unterstützen. Damit tust du nicht nur der Umwelt einen Gefallen, sondern auch deinem Unternehmen, denn:

Auf das Jobticket entfallen weder Steuern noch Sozialabgaben, wenn ...

  1. die Arbeitgeberleistung zusätzlich zum vereinbarten Arbeitslohn erfolgt (keine Gehaltsumwandlung)

  2. es sich um Fahrkarten für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) handelt. Begünstigt ist der Linienverkehr. Taxis sind von der Befreiung ausdrücklich ausgenommen.

  3. Mitarbeiter:innen das Jobticket für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte nutzen. Dies muss nicht regelmäßig sein. Auch bei nur gelegentlichen Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann der Arbeitgeber die Aufwendungen in voller Höhe steuerfrei ersetzen oder einen Zuschuss leisten.


2. Welche Art von Jobticket kann mit Lexware Office abgerechnet werden?

Steuerfreie Fahrtkostenzuschüsse zum Jobticket

Hier gibt es zwei Szenarien für das Entgelt:

Die Mitarbeitenden kaufen die Fahrkarte selbst. Die Firma gibt ihnen dafür Geld dazu – das ist steuerfrei.
Oder:

Die Firma kauft die Fahrkarte, und die Mitarbeitenden zahlen einen Teil davon selbst.

Wichtig: Aktuell können Jobtickets ohne Eigenanteil ( 0€ ) nicht abgerechnet werden.


Praxistipp: Vorlage der Fahrausweise zur Nachweisführung

Deine Mitarbeiter:innen müssen nachweisen, dass sie für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Auch die Höhe der Aufwendungen ist zu belegen. Lass dir daher die entsprechenden Fahrausweise vorlegen und bewahre diese als Beleg für eine etwaige Betriebsprüfung auf.


Anrechnung auf den Werbungskostenabzug

Steuerfreie Fahrtkostenzuschüsse sind von den Mitarbeiter:innen im Rahmen ihrer jährlichen Steuererklärung vom Werbungskostenabzug abzuziehen. Dazu werden die Zuschüsse auf der Lohnsteuerbescheinigung gesondert ausgewiesen (in Zeile 17).


3. Wie erfasse ich ein Jobticket in Lexware Office Lohn & Gehalt?

Steuerfreie Fahrtkostenzuschüsse zum Jobticket

  1. Klicke im Menü auf „Abrechnung“.

  2. Wähle Schritt 2 „Stunden & Entgelte“.

  3. Suche aus der Liste den/die Mitarbeiter:innen heraus, der bzw. die einen Zuschuss zum Jobticket bekommen soll.

  4. Wähle im entsprechenden Abschnitt „Entgelt hinzufügen“.

  5. Suche nach dem Entgelt „Jobticket / Deutschlandticket / ÖPNV“ und wähle dieses Entgelt per Klick aus.

In der Eingabemaske kannst du nun alle Angaben eintragen.

Der Mitarbeiter kauft die Fahrkarte selbst

Eingaben

  1. Wähle „Der Arbeitnehmer“

  2. Betrag:

    Gib hier die Höhe des Fahrtkostenzuschusses ein, den du dem/der Mitarbeiter:in in diesem Abrechnungsmonat bzw. ab diesem Abrechnungsmonat auszahlen möchtest. Bitte beachte: Der Betrag darf den gezahlten Fahrkartenpreis nicht überschreiten.

  3. Zahlungsintervall:

    Wähle „einmalig“ für eine einmalige, nicht wiederkehrende Zahlung eines Fahrtkostenzuschusses.

    Wähle „monatlich“, „quartalsweise“, „halbjährlich“ oder „jährlich“ für eine entsprechend wiederkehrende Zahlung des Fahrtkostenzuschusses.

Der Arbeitgeber kauft die Fahrkarte:

Eingaben

  1. Wähle „Der Arbeitgeber“

  2. Preis pro Ticket:

    Gib hier die Höhe des Fahrtkostenzuschusses ein, den du dem/der Mitarbeiter:in in diesem Abrechnungsmonat bzw. ab diesem Abrechnungsmonat auszahlen möchtest. Bitte beachte: Der Betrag darf den gezahlten Fahrkartenpreis nicht überschreiten.

  3. Eigenanteil, dass Arbeitnehmers: Hier muss der Restbetrag hinterlegt werden, der nicht vom Arbeitgeber getragen wird, sondern vom Mitarbeiter.

    Wichtig: Aktuell können Jobtickets ohne Eigenanteil ( 0€ ) nicht abgerechnet werden.

  4. Zahlungsintervall:

    Wähle „einmalig“ für eine einmalige, nicht wiederkehrende Zahlung eines Fahrtkostenzuschusses.

    Wähle „monatlich“, „quartalsweise“, „halbjährlich“ oder „jährlich“ für eine entsprechend wiederkehrende Zahlung des Fahrtkostenzuschusses.

Beispiele

Beispiel: Mitarbeiter:in kauft und nutzt jeweils eine Monatskarte des ÖPNV im Wert von 60 EUR. Die Monatskarte soll zu 100 % bezuschusst werden.

    • Betrag: max. 60 EUR

    • Zahlungsintervall: monatlich

  1. Beispiel: Mitarbeiter:in kauft und nutzt jedes Jahr eine Jahreskarte des ÖPNV im Wert von 600 EUR

    1. Jahreskarte soll monatlich zu 100 % bezuschusst werden

      • Betrag: 50 EUR

      • Zahlungsintervall: monatlich

    2. Zuschuss zur Jahreskarte soll einmal im Jahr jeweils im Dezember zu 100 % bezuschusst werden

      • Betrag: 600 EUR

      • Zahlungsintervall: Jährlich

      • Anlage des Entgelts in Abrechnungsmonat: Dezember

  2. Beispiel: Mitarbeiter:in kauft und nutzt jeweils eine Monatskarte im Wert von 90 EUR, diese soll monatlich zu 50 % bezuschusst werden:

    • Betrag: 45 EUR

    • Zahlungsintervall: monatlich

  3. Beispiel: Arbeitgeber:in kauft das Monatsticket in Höhe von 49 EUR für den/die

    Mitarbeiter:in. Diese:r beteiligt sich mit 10 EUR Eigenanteil an dem Ticket

    • Betrag Preis pro Ticket: 49 EUR

    • Eigenanteil des Arbeitnehmers: 10 EUR

    • Zahlungsintervall: monatlich


4. Welche Art von Jobticket kann mit Lexware Office nicht abgerechnet werden?

1. Jobticket als steuerfreier Sachbezug

Aktuell ist dieses Entgelt noch nicht umgesetzt

2. Steuerfreie Fahrtkostenzuschüsse zum Jobticket ohne Eigenanteil des Arbeitnehmers.

Aktuell ist dieses Entgelt noch nicht umgesetzt


Tags: Jobticket, Fahrkarte, Monatskarte, Jahreskarte, Fahrtkosten, Fahrtkostenzuschuss, Öffentlicher Personennahverkehr, ÖPNV, Mitarbeiter Ticket

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