Sie können die Bankumsätze Ihrer Geschäftskonten als DATEV-CSV-Datei exportieren.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie den Export erfolgreich durchführen und die Datei sicher an Ihre Steuerberatung übergeben können.
1. Definieren Sie die richtige Kontenart vor dem Export
Bevor Sie einen Export starten, müssen Sie sicherstellen, dass Lexware Office das Konto als geschäftlich relevant erkennt. Nur Umsätze von Geschäftskonten oder gemischt genutzten Konten können exportiert werden.
So gehen Sie vor:
Öffnen Sie Finanzen > Konten.
Wählen Sie das entsprechende Konto aus.
Klicken Sie auf das Drei-Punkte-Symbol und wählen Sie Konto bearbeiten.
Stellen Sie unter "Kontennutzung" sicher, dass Geschäftlich oder Gemischt ausgewählt ist.
❌ Schlechtes Beispiel:
Sie versuchen, ein als "Privatkonto" geschlüsseltes Konto zu exportieren, um private Auslagen geltend zu machen.
Ergebnis: Dieses wird Ihnen im Exportbereich nicht angezeigt.
✅ Gutes Beispiel:
Sie stellen das Konto auf "Gemischtes Konto" um, bevor Sie den Exportbereich aufrufen.
Warum: Nur so ist der Export für dieses Konto möglich.
2. Wählen Sie den exakten Exportzeitraum
Vermeiden Sie es, "einfach alles" zu exportieren. Doppelte Datenimporte beim Steuerberater führen oft zu Buchungschaos. Stimmen Sie sich ab, bis zu welchem Datum die Buchhaltung bereits abgeschlossen ist.
So gehen Sie vor:
Gehen Sie zu Einstellungen > Export.
Wählen Sie den Reiter Meine Lexware Office-Daten herunterladen.
Definieren Sie den "Exportzeitraum" und wählen den Monat oder das Quartal, das Ihre Steuerkanzlei benötigt (z. B. 01.01.2025 – 31.01.2025).
❌ Schlechtes Beispiel:
Sie exportieren das gesamte Jahr, obwohl Q1 und Q2 schon verbucht sind.
Folge: Ihre Steuerkanzlei muss Dubletten mühsam aussortieren.
✅ Gutes Beispiel:
Sie exportieren exakt den Zeitraum "01.11.2025 – 30.11.2025", da der Oktober 2025 bereits abgeschlossen wurde.
Warum: Saubere Schnittstelle ohne Datenballast.
3. Nutzen Sie den DATEV-Export für Girokonten mit IBAN
Für klassische Bankkonten ist der DATEV-Standard das Format der Wahl. Es enthält alle notwendigen Informationen (IBAN, BIC, Verwendungszweck) für eine reibungslose Verbuchung.
So gehen Sie vor:
Scrollen Sie im Export-Bereich nach unten.
Wählen Sie unter Kontoumsätze der Geschäftskonten > Girokonten.
Klicken Sie auf Export starten.
Es wird eine ZIP-Datei erstellt, die pro Konto eine CSV-Datei enthält. Falls im gewählten Zeitraum keine Umsätze vorhanden sind, wird auch keine Datei erzeugt.
4. Behandeln Sie PayPal und Neo-Banken gesondert
Konten ohne klassische IBAN/BIC (wie PayPal oder manche Kreditkarten) benötigen eine Sonderbehandlung, da das Standard-DATEV-Format hier oft scheitert oder Fehlermeldungen produziert.
So gehen Sie vor:
Lexware Office exportiert diese Konten automatisch in ein neutrales CSV-Format, wenn Sie den allgemeinen Export nutzen.
❌ Schlechtes Beispiel:
Sie versuchen, eine PayPal-CSV zwangsweise als MT940 oder Standard-DATEV-Datei in das Kanzlei-System zu importieren.
Folge: Importfehler aufgrund fehlender Bankleitzahl.
✅ Gutes Beispiel:
Sie nutzen für diese Dateien den ISWL-Bankkonverter von DATEV oder sprechen das Importformat direkt mit der Kanzlei ab.
Warum: Spezial-Tools wandeln das neutrale Format korrekt in buchbare Datensätze um.
5. Verzichten Sie auf den Export bei Offline-Konten
Wenn Sie ein Konto manuell (offline) führen und Umsätze per CSV importieren, liegt Ihnen die Datei bereits vor. Ein Re-Export aus Lexware Office verschlechtert oft die Datenqualität.
Die Regel:
Geben Sie bei Offline-Konten immer die Original-CSV-Datei der Bank direkt an die Steuerkanzlei weiter.
❌ Schlechtes Beispiel:
Sie importieren eine CSV in Lexware Office und exportieren diese dann wieder für den Steuerberater.
Folge: Möglicher Verlust von Detailinformationen durch Konvertierungsschritte.
✅ Gutes Beispiel:
Sie leiten die Original-Datei der Bank direkt weiter.
Warum: Das garantiert die unverfälschte Datenqualität (Ursprungsbeleg).
6. Nutzen Sie den sicheren Dateiaustausch
Senden Sie sensible Finanzdaten niemals unverschlüsselt per E-Mail. Nutzen Sie die integrierte Funktion in Lexware Office.
So gehen Sie vor:
Gehen Sie zu Einstellungen > Mein Steuerberater.
Laden Sie die exportierte ZIP-Datei dort hoch.
Ihre Kanzlei wird automatisch benachrichtigt (sofern der Zugang eingerichtet ist).
Limitationen: Was dieser Export nicht leistet
Keine Belegbilder: Dieser Export enthält nur die reinen Transaktionsdaten (Wer, Wann, Wieviel, Verwendungszweck). Die zugehörigen Rechnungsbilder müssen separat übertragen werden.
Keine Vorkontierung: Der Bankexport enthält keine Buchungssätze, sondern reine Zahlungsbewegungen. Die Verbuchung erfolgt im System der Steuerkanzlei.




